Prof. Dr. Hubertus Mynarek

Zur Problematik der "einen christlichen Ethik"

Veröffentlicht in Aufklärung & Kritik 2/1999, S. 106-111

A. In der theologischen, teilweise auch der philosophischen Literatur, noch öfters in den Medien wird immer wieder von der oder von der einen und einzigartigen christlichen Ethik gesprochen, die allen anderen Ethiken und Moralsystemen überlegen sei und gerade für unsere junge Demokratie die unentbehrliche, staats- und gesellschaftstragende Grundlage bilde. Unsere ganze Kultur verfalle der Degenerierung, ja dem Chaos und Nihilismus, wenn wir der christlichen Ethik Adieu sagen.

Das Kuriose an solchen hochgestochenen Behauptungen aber ist, daß es die "eine christliche Ethik" gar nicht gibt. Es existiert lediglich eine Menge christlicher Ethiken, noch präziser: eine Menge sich christlich nennender Ethiken. Zwar weisen alle diese Ethiken auch Berührungspunkte, Gemeinsamkeiten, Ähnlichkeiten und Parallelen untereinander auf, aber diese sind nicht von der Art, daß man sie allesamt in einem genuin »christlichen« Rahmen unterbringen könnte, der von jeder nichtchristlichen Ethik eindeutig unterscheidbar wäre. Vielmehr sind viele dieser Berührungspunkte, Gemeinsamkeiten, Parallelen etc. auch bei nichtchristlichen Ethiken zu finden. Wichtiger noch aber erscheint mir der Umstand, daß man deshalb von vielen christlichen Ethiken sprechen muß, weil sie vielfach ein jeweils anderes Hauptprinzip und ein anderes, von diesem Prinzip abhängiges Bezugssystem beinhalten.

Es ist keineswegs so, daß alle sich christlich nennenden Ethiken das Liebesgebot als Hauptprinzip haben, von dem sie ihr ganzes weiteres ethisches Wertesystem ableiten, wiewohl verbale oder predigthafte Verbeugungen vor dem "unerhörten, unüberbietbaren" Wert der Gottes- und Nächstenliebe natürlich fast nirgendwo ausbleiben. Wer aber z.B. die »christliche Ethik« des von Papst Johannes Paul II. edierten neuen Weltkatechismus oder des ebenfalls unter seiner Regie herausgegebenen neuen »Codex Iuris Canonici« eingehender prüft, wird merken, daß Gehorsam gegenüber der "Heiligen Herrschaft", also der kirchlichen Hierarchie, und Subordination unter sie essentiell weit wichtiger sind als das Liebesprinzip und auch das ganze katholische System als dessen eigentliche Stützpfeiler tragen.(1)

Aber auch beispielsweise die »christliche Ethik« des Reformators Calvin ist im Prinzip weit stärker von der Gottesfurcht und der Angst um die eigene Bestimmung (Prädestination aus Gottes souveränem Willen zum Himmel oder zur Hölle, unabhängig von des Menschen Taten) geprägt als von der Liebesnorm.(2) Man beachte in diesem Zusammenhang auch die große, wahrscheinlich gar nicht mehr unter einem christlichen Dach miteinander vereinbare »Revolutionsethik« Thomas Müntzers, wie sie etwa Ernst Bloch herausgearbeitet hat, und die »Obrigkeitsmoral« Martin Luthers.(3) Aber auch die scholastisch-katholische Sozialethik basiert weit mehr auf dem Prinzip Gerechtigkeit, die vom Jesus der Evangelien mehr als stiefmütterlich behandelt wird, als auf dem Prinzip Liebe.

Fazit aus dem eben debattierten Punkt: Es besteht nicht bloß eine christliche Ethik, wie dies oft, ja fast immer behauptet wird, sondern viele "christliche" Ethiken, wobei wir hier die Frage, welche (noch) als christlich und welche nicht (mehr) als christlich zu qualifizieren sind, außeracht lassen müssen, weil kein Exeget, kein Theologe, kein Religionsexperte einen normativen Begriff von Christlichkeit, der wissenschaftlich legitim, plausibel und evident wäre, zu eruieren imstande ist, weil weder in Theologie noch in Geschichtswissenschaft noch in Philosophie diesbezüglich begründete Übereinstimmung herstellbar ist.

Die Unmöglichkeit, nur von einer christlichen Ethik zu sprechen, wurde hier vor allem mit dem Hinweis auf die unterschiedlichen Haupt- oder Grundprinzipien begründet, auf denen die einzelnen christlich sich nennenden ethischen Wertesysteme basieren und von denen sie sich ableiten. Angesprochen wurden aber auch kurz die Unterschiede, ja Widersprüche zwischen einzelnen christlichen Ethiken (wie z.B. denen von Luther und Müntzer), die es unmöglich machen, von einer christlichen Ethik zu sprechen.

B. Für all jene, die ständig von der oder der einen und einzigartigen christlichen Ethik sprechen, ist zugleich mit unreflektierter Gewißheit sonnenklar, daß diese Ethik auf der Ethik des biblischen Jesus, also des Jesus der Evangelien bzw. des Neuen Testaments (NT) basiert, auf sie in allen wesentlichen Punkten zurückgeht.

Das Kuriose ist aber auch hier wieder: Auch diese Ethik des biblischen Jesus bzw. des NT gibt es überhaupt nicht, obwohl das ständig behauptet bzw. vorausgesetzt wird. Konkrete Forderungen und Gebote, die der Jesus der Evangelien an seine Hörer richtet, die er aber fast nirgendwo, schon gar nicht vernunftgemäß begründet (da ja der Glauben, nicht die Verstandseinsicht selig macht), zu denen er die Menschen lediglich mit der Macht seiner charismatisch, teilweise auch magisch wirkenden Persönlichkeit und der Energie seiner Predigt motiviert, machen noch keine Ethik, die diesen Namen auch nur ansatzweise verdient. Predigt, Enthusiasmierung, Überredung, Suggestivarbeit, religiös-moralische Stimmungsmache, garniert mit nicht verifizierbaren, aber pompösen metaphysischen Verheißungen und Drohungen – all diese Begriffe lassen sich adäquater auf Reden und Tun des biblischen Jesus anwenden als der Begriff Ethik. Ethik – das sind nicht nur ein paar moralische Gebote und Verbote, hier und da notdürftig oder gar nicht begründet, sondern das ist die Einheit eines Systems, in dem das eine aus dem anderen logisch-konsequent hervorgeht, das Ganze auf einem Grundprinzip aufbaut (wie etwa in der Mitleidsethik Schopenhauers) und in sich konsistent-widerspruchslos ist, auch wenn seine Grundannahme falsch sein oder im Widerspruch zu der anderer Systeme stehen sollte.

Von alledem ist in der Jesuanischen "Ethik" nichts zu bemerken. Es läßt sich ganz leicht, überzeugend und anschaulich zeigen, wieviele Widersprüche die Verkündigung und das Handeln des biblischen Jesus aufweisen; wie sehr seine Worte und Handlungen aus der Spontaneität und Eingebung des Augenblicks, der Situation, der Umgebung, der momentanen Stimmung geboren sind; wie sehr dieser biblische Mann Jesus kein Philosoph, kein systematischer Denker, kein Organisator weder eines theoretischen Ideengebäudes noch irgendwelcher sozial-ethischer Reformen ist.

Kürzlich hat noch Gerhard Streminger in dieser Zeitschrift wieder darauf aufmerksam gemacht, daß bei der Lektüre der Evangelien zu allererst "der unsystematische Charakter der Jesuanischen Lehren auffalle", daß "Vieles, was gesagt wird, nicht aus dem zuvor Gesagten folgt"; daß der genaue Sinn des vom biblischen Jesus Gesagten "ziemlich im Dunkeln bleibt", was vor allem für die Gleichnisse, die er erzählt, gilt; ja daß dieser Jesus ein "Chaos" angerichtet habe, weil "er sich aus höchst dubiosen Motiven entschlossen hatte, vieles ganz bewußt im Dunkeln zu lassen". Die Beschäftigung von "dutzenden Generationen von christlichen Apologeten und Theologen mit der Auslegung der ... Texte" habe dieses Chaos nicht beseitigen können. Es "ist bis heute fast alles unsicher geblieben. Bislang konnten Christen sich nicht darüber einigen, was moralisch und was unmoralisch ist". Unterschiedlich seien ihre Auffassungen zum "Seelenheil", zum "Pazifismus", zur "Ehescheidung", zur "Geschlechtsmoral", zur "Todesstrafe" und zum "richtigen Verhältnis einer totalitären Regierung gegenüber."

Es gibt also eine erdrückende Menge von Beweisen für die Nichtexistenz einer Jesuanischen Ethik, genauer: einer Ethik des biblischen Jesus bzw. des NT. Wo die Kategorien »moralisch« und »unmoralisch« nicht deutlich definiert oder deklariert sind, wo die Grenzen zwischen ihnen je nach Situation verrückbar sind, ja, wo derselbe Tatbestand in manchen Situationen als moralisch, in anderen als unmoralisch gilt – all das kommt im NT vor! –, dort kann man in keiner Weise mehr von einer Ethik sprechen.

Selbst wenn sie diese Argumente hören und nicht widerlegen können, beharren manche doch darauf, daß es zumindest eine Jesuanische Ethik in nuce gibt. Es gebe schließlich drei elementare Hauptgebote der Jesuanischen Ethik: "Liebt Gott! Glaubt an mich! und: Liebet einander!" Aber auch da ist zu sagen, daß es eine Fülle von Aussagen in den Evangelien und dem NT überhaupt gibt, die die Widersprüchlichkeiten in diesen drei Hauptgeboten, ihre Negationen und ihre teilweise gravierende Nichtrealisierung bzw. Nichtrealisierbarkeit (also sowohl »de facto« bei Jesus und der Jüngergemeinde bzw. den christlichen Gläubigen als auch »de iure« wegen der gedanklichen Unvereinbarkeiten) zum Vorschein kommen lassen.

Darüber hinaus sollte noch kritisch angemerkt werden, daß zumindest das eine der drei Hauptgebote, nämlich das "Glaubt an mich!" vom biblischen Jesus, exakter: vom Jesus der ersten drei Evangelien, wohl gar nicht aufgestellt worden ist. Nach Rudolf Bultmann und den meisten mit der historisch-kritischen Methode an den biblischen Stoff herangehenden Forschern hat Jesus keine messianischen Hoheitstitel für sich in Anspruch genommen, noch hat er den Glauben an sich selbst verlangt. (Zweifellos verlangt er ganz deutlich diesen Glauben im spätesten, dem 4. kanonischen Evangelium). Nach Martin Buber und vielen jüdischen Bibelforschern ist der von Jesus verkündete Glaube an Gott und das Gottesreich von den frühen christlichen Gemeinden in den Glauben an ihn selbst verkehrt worden.

Festzustellen ist demgemäß als Fazit des hier erörterten Punktes B das Fehlen einer Jesuanischen Ethik, die somit auch nicht als Basis, als Grundlage einer christlichen Ethik dienen kann, wie sie jetzt gerade wieder, z. B. im Streit um den Religionsunterricht, von Kirchenmännern und christlichen Politikern ins Spiel gebracht wird.

C. Sodann könnte von einer genuin Jesuanischen Ethik nur die Rede sein, wenn sie von der "Ethik" der Hl. Schrift der Juden, also dem, was die Christen das Alte Testament (AT) nennen, wesentlich verschieden wäre. Das ist aber nicht der Fall. Beispiele für die geringe Originalität der Jesuanischen Ethik, für ständige Parallelen zum und Anleihen beim Alten Testament, auch z.B. bei den Essenern, lassen sich en masse anführen. Feststeht heute auch für so manchen ansonsten kirchenkonformen evangelischen und katholischen Theologen, daß Jesus sich ohne Abstriche als Jude fühlte und benahm und keinerlei Bestrebungen hatte, eine neue, etwa christliche Ethik zu (be)gründen, daß er höchstens die bestehende jüdische Moral vertiefen und noch stärker auf den Willen Gottes hin zentrieren wollte. Er steht damit kontinuierlich in der Tradition der alttestamentlichen Propheten. Jüdische Schriftforscher haben diesen Sachverhalt längst klar herausgearbeitet, übernommen wird er von immer mehr christlichen Theologen.(4) "Man mag es merkwürdig, paradox, komisch oder tragikomisch finden. Aber der Stifter des Christentums, der als sein Gründer geltende Jesus war tatsächlich selber kein >Christ<, sondern zeitlebens, bis zu seinem Tode, ein Jude. Und er wollte auch nie etwas anderes sein als ein frommer, guter Jude in seinem durchaus nicht immer dem späteren christlichen entsprechenden Verständnis von fromm und gut. Die verrückte Menschheitsgeschichte hat ja so manche Kapriolen geschlagen. Aber die Umwandlung Jesu von einem Juden in einen Christen (im 4. Evangelium sogar in einen Antisemiten) könnte die paradoxeste aller Kapriolen sein."(5)

Es ist also ohne besondere Schwierigkeiten nachweisbar, daß es eine Jesuanische Ethik gar nicht gibt und daß Jesu Moral, seine moralischen Imperative und Normen nicht wesentlich von denen der jüdischen Bibel, des sog. AT, abweichen. Daraus geht hervor, daß der »verbal« meist stark betonte Bezug der verschiedenen ethischen Systeme des Christentums zur Jesuanischen Ethik sachlich kaum gedeckt ist. Tatsächlich sind ja auch im Lauf der Geschichte "christliche" Ethiken entstanden, die mehr auf dem AT als auf dem NT basieren bzw. vorrangig vom AT motiviert sind. Das gilt z.B. für die "christliche" Ethik Calvins, der "das göttliche Gesetz" des AT praktisch absolut setzte und die dann damit gegebene Schwierigkeit mit dem »Christlichen« dadurch zu beseitigen suchte, daß er den Dekalog christlich, das Evangelium, insbesondere die Bergpredigt, hinwiederum nach Weise des alten Kriegs- und Rechtsgotts verstanden wissen wollte.(6) Aber auch eine ganze Reihe christlicher Freikirchen und Sekten macht größere Anleihen beim AT als beim NT.

Geschichtlich ist es doch so, daß die Hl. Schrift der Juden längere Zeit auch die einzige heilige und normative Schrift der Christen war. Der Begriff »Neues Testament« entsteht spät. Als göttlich autorisiert und inspiriert galt allein die Bibel der Juden. Erst in der 2. Hälfte des 2. Jahrhunderts wurden die Evangelien mit dem sog. AT im Wert gleichgesetzt und diesem schließlich vorgezogen. Als inspiriert wurden sie dennoch noch lange nicht angesehen. Kein neutestamentlicher Autor außer dem Verfasser der in vielen Partien grausamen Apokalypse deklarierte seine Schrift als göttlich oder von Gott inspiriert, weder Paulus noch die Verfasser der übrigen Briefe noch die Evangelisten.

D. Wenn es auch eine Jesuanische Ethik nicht gibt, so gibt es doch moralische Forderungen des Jesus der Evangelien, die auf ein Zwei-Klassen-System in der Moral hinauslaufen, das ihm vorschwebte. Kaum jemand hat diesen Aspekt der Moral Jesu gesehen, geschweige denn berücksichtigt. Dabei ist es offensichtlich, daß der Jesus der Evangelien eine Moral für elitäre Gruppen, eine andere für das Volk lehrt. Weit höher bewertet und bevorzugt er die Kontemplativen, die Reichtum und Besitz Aufgebenden sowie die Ehe und Familie um des Himmelreiches willen Verlassenden. Ihnen werden auch die Geheimnisse des Reiches Gottes offenbart, die anderen bleiben im Dunkeln, obwohl Jesus sie nicht direkt verachtet. Sie sollen die Gebote des Dekalogs halten, sollen mit ihrer praktischen Arbeit den Kontemplativen dienen.(7) Aber die im Laufe der Kirchengeschichte vollzogene Trennung von Priestern und Laien, die Herausbildung einer Hierarchie des höheren Klerus, der gravierende Unterschied zwischen Patres und Matres auf der einen und den dienenden Klosterschwestern und Ordensbrüdern auf der anderen Seite im Mönchs- und Nonnenwesen der katholischen Kirche haben ansatzweise ihre Wurzel in Verkündung und Verhalten des Jesus der Evangelien.

Alle im Laufe der Geschichte der letzten 2000 Jahre entstandenen "Christlichen" Ethiken, die sich auf seine Morallehren berufen, verkennen, daß in besonders markanten Gleichnissen und Verhaltensweisen Jesu eine »ganz andere "Moral"« zum Vorschein kommt. Gleichnisse wie das »vom verlorenen Sohn« oder auch das »vom Pharisäer und Zöllner« desavouieren nicht nur die Kirchenmoral und die meisten christlichen Ethik-Systeme, nicht nur die Moral der Pharisäer und der Essener, sondern in gewisser Weise die ganze philosophisch-ethische Tradition der Menschheit. Die "Moral" solcher Gleichnisse läßt Jesus geradezu als Anarchisten erscheinen.(8) Auch einige Verhaltensweisen des biblischen Jesus, wie z.B. die gegenüber der sündigen Frau, die vor seiner göttlich-heiligen Majestät niederkniet, sich niederwirft, verlangen heute, im Zeitalter der Emanzipation, eine neue Interpretation, die auch das Machohafte im "moralischen" Verhalten Jesu zur Sprache bringt.(9) »Eine Kritik der christlichen Ethik«, die heute angesichts der häufigen bombastischen Hinweise von Politikern und Kirchenmännern auf die einzigartig überlegene Qualität der christlichen Ethik notwendiger denn je ist, müßte auch diese keineswegs von sittlicher Vollkommenheit zeugenden Verhaltensweisen Jesu ernsthaft reflektieren.(10)


Anmerkungen:

(1) Wie konsequent und folgerichtig diese oberste Gehorsams- und Subordinationsnorm in der Kirche zur Inquisition, auch zu der heute gehandhabten neuen Form der Inquisition führen muß, zeigt mein Buch: "Die Neue Inquisition", Verlag Das Weiße Pferd, Marktheidenfeld 1999.

(2) Vgl. H. Mynarek, Das Gericht der Philosophen. Ernst Bloch – Erich Fromm – Karl Jaspers über Gott – Religion – Christentum – Kirche, Verlag Die Blaue Eule, Essen 1997; zu Calvin v. a.: 64 ff.

(3) Aus dem brutal-inhumanen Gottes- und Menschenbild Luthers resultiert eine entsprechend fatale Ethik und Moral auch für die heutigen Theologen und das Kirchenvolk; siehe dazu ausführlich: Mynarek, Die Neue Inquisition, 103-256.

(4) Dazu und zu den kontroversen Auffassungen: H. Mynarek, Jesus und die Frauen, Verlag Die Blaue Eule, Essen 21999, 39-48.

(5) Mynarek, a.a.O. 46.

(6) Vgl. Mynarek, Das Gericht der Philosophen 64 ff.

(7) Zum Zwei-Klassen-System des biblischen Jesus und zu dessen Begründung vgl. Mynarek, Jesus und die Frauen 82 ff, 92 ff.

(8) Zur näheren Begründung siehe Mynarek, a.a.O. 174 ff.

(9) Vgl. das Kapitel: "Die Dirne und der Göttliche" in: Mynarek, Jesus und die Frauen 20 ff. sowie Mynarek, Eros und Klerus, Verlag die Blaue Eule, Essen5 1999.

(10) Gerade ist das Buch "Der ökologische Jesus" des umtriebigen katholischen Journalisten Franz Alt erschienen, der schon wieder Jesus zum größten Ökologen aller Zeiten machen möchte. Dabei ist der Jesus der Evangelien auch ein gravierender Mißhandler der Natur, z.B. wenn er einen Feigenbaum verflucht oder Dämonen in eine Schweineherde jagt, die dadurch elendiglich zugrunde geht; vgl. dazu Mynarek, Ökologische Religion. Ein neues Verständnis der Natur, Goldmann TB, München 21990. Ebenfalls das Kapitel: "Die Inqusition und die Frauen" in: Mynarek, Die Neue Inquisition.