Tadeusz Zatorski (Krakau)

Ein widerspenstiges Kind der Aufklärung

Heinrich Heine und der Fluch des Zweifelns

aus: Aufklärung und Kritik 1/1998 (S. 103 ff.)


Er nannte sich gerne einen "Romantiker" und war es, wenn man seinen eigenen Worten glauben darf, sogar "in einem höheren Grade", als er "selbst ahnte", obschon er "dem Sinne für romantische Poesie in Deutschland die tödlichsten Schläge beigebracht" habe. Als Dichter war er es auch mit Sicherheit, wiewohl er gleichzeitig keinen Einspruch erhob, wenn man in ihm einen "romantique défroqué"(2) sehen wollte, einen "aus dem Kloster entlaufenen" Romantiker. Als Denker fühlte er sich doch "in den Fabelwäldern der Romantik"(3) gar nicht heimisch und schaukelte sich nicht gerade gern "auf mystisch blauen Gefühlswogen", allein als Denker wurde er lange nicht ernst genommen. Man tat ihn am liebsten, wie so manchen anderen unbequemen "Räsoneur", als "Helden des Boulevards"(4) ab, durch dessen beinahe sprichwörtlich gewordene "Charakterlosigkeit" und "Liederlichkeit" sich anständige Kritiker von der lästigen Pflicht befreit fühlten, auf seine Frechheiten einzugehen. Zumal er es seinen Gegnern leichter machte, indem er sich eines Stils bediente, der zu jener Zeit als unseriös und "der wichtigsten Gegenstände" unwürdig empfunden wurde; derartige Schreibweise habe – nach damals herrschenden Vorstellungen – höchstens "junge Pensionärinnen und Nähmamsells" ergötzen können. Karl Kraus hatte recht: "Ohne Heine kein Feuilleton"(5), welches Urteil man heute, aus dem Kontext herausgerissen, entgegen der Absicht des Verfassers eher als höchstes Lob verstehen würde. Übrigens hat sich Heine diese seine Desavouierung durch die philosophische Kritik selbst prophezeit: In "Zur Geschichte der Religion und Philosophie in Deutschland" warnt er vor dem in Kants "schwerfälligem, steifleinenem Stil" wurzelnden Aberglauben, dem zufolge "man kein Philosoph sei, wenn man gut schriebe"(6). Nicht einmal Nietzsche bekannte sich zum Philosophen Heine, obwohl dessen "Psychologie des Nazarener-Typus", Thomas Mann zufolge, den Autor des "Zarathustra" schon "antizipierte"(7) – Heine gab ihm vielmehr "den höchsten Begriff vom Lyriker". In seinen Notizen rechnete er ihn dann zwar (zusammen mit Hegel) zu "Unglücksfälle[n] der deutschwerdenden Kultur", sein Gedankengut machte er sich doch äußerst gern zunutze – Propheten versehen bekanntlich ihre Schriften mit keinen Quellenhinweisen.

Der heutige Leser sieht Heine mit etwas anderen Augen. Und auch wenn ihm das schonungslose Urteil von Kraus, "Heinrich Heine, der Dichter, lebt nur als eine konservierte Jugendliebe", die sich lediglich von dem "Sirup sentimentaler Stimmungen"(8) nährt, maßlos übertrieben, schamlos ungerecht und extrem böswillig erscheint, so fühlt er sich doch kaum mehr schockiert, wenn er etwa einen Dolf Sternberger liest, der in Heines Lyrik "nur wenige eigentlich große und schöne Werke"(9) zu finden vermochte. Umso höhere Anerkennung zollt man ihm endlich als Denker: Martin Bollacher, der in Heine einen "der scharfsichtigsten, nur scheinbar >>popularisierende[n]<< Fortschrittstheoretiker"(10) sieht, bildet keine Ausnahme mehr und nur wenige werden sich heute, am Ende des Jahrhunderts, in dessen Laufe zwei große Totalitarismen "mit Schwert und Beil, den Boden unseres europäischen Lebens"(11) durchwühlt haben, achselzuckend über seine düsteren "Prophezeiungen" hinwegsetzen können, "Prophezeiungen", die keineswegs den Gedanken an irgendwelche "übernatürlichen" Geisteskräfte nahelegen müssen, sondern vielmehr Hochachtung für seine außerordentliche Beobachtungsgabe, die ihn sehen ließ, was andere übersahen: erste Keime von künftigen historischen Prozessen und Entwicklungen, oder, wie er selbst es bezeichnete, von seinen Zeitgenossen unvermerkt gesäte "Drachenzähne", die erst ein Jahrhundert später Früchte bringen sollten.

Heinrich Heine – ein Mann der Aufklärung? Der Gedanke, den Verfasser vom "Buch der Lieder" mit Aufklärung zusammenzubringen, ist gegen allen Anschein gar nicht so abwegig: Für Theodor W. Adorno ist er sogar der einzige "unter den berühmten Namen der deutschen Dichtung", der "in aller Affinität zur Romantik, einen unverwässerten Begriff von Aufklärung bewahrt"(12) hat. Der Gedanke ist an und für sich bis zu einem gewissen Grade selbstverständlich. Denn auch Heine selbst leugnet gar nicht seine geistige Verwurzelung in der französischen Philosophie des siécle des lumiéres, "es gibt Stunden", in denen er sie "verehrt", sogar "sehr verehrt", ja, er glaubt – "gewissermaßen" – "ein Kind derselben" zu sein. Er vermisse aber gleichzeitig an ihr "die Hauptsache – die Liebe". Und "wo dieser Stern nicht leuchtet, da ist es Nacht, und wenn auch alle Lichter der Enzyklopädie ihr Brillantfeuer umhersprühen"(13). Man dürfte doch bezweifeln, ob es gerade der Mangel an "Liebe" war, der ihn eine deutliche und sichere Distance zur Aufklärungstradition, wie sie oft aufgefaßt wurde, bewahren ließ. Es war vielmehr jene "Aufklärungssucht", die sich unter Friedrich dem Großen und dem Buchhändler Nicolai "zu Berlin breit machte": "Die kläglichste Mittelmäßigkeit begann damals, widerwärtiger als je, ihr Wesen zu treiben, und das Läppische und Leere blies sich auf, wie der Frosch in der Fabel."(14) Heine gibt zwar zu, ein "Kind" jener Epoche zu sein, er sei es aber nur "gewissermaßen" und nichts liegt ihm ferner als die Rolle eines "albernen Apostels seichter Aufklärung"(15) zu spielen, etwa in der Art des unglückseligen und allgemein ausgelachten Nicolai, dessen Zeit damals schon längst vorbei war. Seine Bedenken und sein Mißtrauen ergeben sich aber nicht aus jener böswilligen Freude der offenen und heimlichen Devoten, die mit einem falsch nachdenklichen Lächeln, das in sich mehr Einbildung als Einsicht birgt, immer gern daran erinnern, daß es ja "dennoch spukt in Tegel"(16). Heine sieht auch das, was "aufgeklärtes" Publikum aller Zeiten oft nicht sehen will: selbstzufriedene Aufklärungsapostel sind zwar großsprecherisch, aber im Grunde kleingläubig. Ihre Aufklärung ist eine halbierte Aufklärung, die oft vor ihrem eigenen Mut erschrickt und sich, besonders wenn es um den lieben Gott geht, ängstlich unüberschreitbare Grenzen setzt: die "Allgemeine Deutsche Bibliothek", die nicht ohne Recht zum Inbegriff jener platten Aufklärungssucht und Vernünftelei geworden war, hatte in sich, wie es einer deren Mitarbeiter trefflich ausgedrückt hat, "viel wahre Religion und unverstellte Ehrfurcht vor Gottes Wort". Mit dieser Entwicklungslinie der Aufklärung, die etwa in der heutigen katholischen Theologie und theologischen Publizistik so freudig wiederentdeckt wird, will Heine nichts zu tun haben und es soll nicht wundernehmen, daß ihm, wie einst Lessing, orthodoxe Katholiken "trotz ihrem düstern, blutrünstigen Zelotismus" doch lieber seien als "die toleranten Amphibien des Glaubens und des Wissens, (...) die mit den heiligen Symbolen nur liebäugeln, aber keine ernsthafte Ehe eingehen wollen"(17). Er hält es nicht für seine Sache, ein zugestutztes, dem Geschmack seiner räsonierenden und dennoch an ihrem alten Glauben hängenden Zeitgenossen angepaßtes Christentum zu verteidigen, "das soeben Demolierte durch die Hintertür – oder die Kellertür der Tiefe – sogleich wieder einzuschmuggeln"(18), aber fern liegt ihm auch jeglicher militante Atheismus der "Schmierlappen von Schuster- und Schneidergesellen", der ihm zu "stark nach Käse, Branntwein und Tabak" stank(19).

Dies bedeutet aber nicht, daß die "Gretchenfrage" für ihn keine Rolle spielt. Ganz im Gegenteil, er nimmt sie tödlich ernst: "Gott war immer der Anfang und das Ende aller meiner Gedanken", schreibt er in seinem Philosophie-Essay und es gibt keinen ernsthaften Grund, die Glaubwürdigkeit dieses Geständnisses zu bezweifeln. Er bildet in dieser Hinsicht keine Ausnahme. Das protestantische Deutschland der philosophierenden Theologen und theologisierenden Philosophen sieht es als seine Pflicht an, dem alten Glauben eine neue Begrifflichkeit aufzuzwingen und ihn dadurch (im Hegelschen Sinne) "aufzuheben". Dieses imposante und nicht minder waghalsige Unternehmen, mit – von Heine selbst besungener – deutscher Gründlichkeit und unerbittlicher Kompromißlosigkeit vollzogen, wird am Ende christliche Apologetik in jenes Schwert verwandeln, mit dem das Christentum hingerichtet wird. "Atheismus ist das letzte Wort des Theismus".(20 

Dies macht auch jenen auf den ersten Blick sichtbaren Unterschied zwischen der Aufklärung in Deutschland und in Frankreich aus. Während Franzosen zum Christentum meist eine ironische oder gar verächtliche Distance bewahren, "neben und nicht innerhalb der Religion leben", wie Paul Hazard dies treffend ausgedrückt hat, sind Deutsche eher dazu geneigt, mit Goethe "den Konflikt zwischen Glauben und Unglauben als das tiefste, ja einzige Thema der Weltgeschichte"(21) anzusehen. In dieser Haltung der Religion gegenüber haben ihren Ursprung einerseits eben jene verzweifelten und krampfhaften Versuche der Neologen und der Allgemeinen Deutschen Bibliothek, die christliche Religion, falls nötig auch auf Kosten von deren dogmatischer Integrität und Tradition, wieder irgendwie glaubwürdig zu machen, andererseits jene ruhige, von jeglicher Schadenfreude freie, vielmehr schwermütige Einsicht Lichtenbergs: "Wenn es in der menschlichen Natur liegt, daß z.B. die christliche Religion endlich einmal wieder zugrunde geht, so wird es geschehen; man mag sich dawidersetzen oder nicht"(22), eine Einsicht, zu der auch Heine kommt, ohne sie allerdings in einem ebenso resignierenden Tone auszusprechen.

Sein Urteil über das Christentum ist unerbittlich: "In der Theorie ist die heutige Religion eben so aufs Haupt geschlagen, sie ist in der Idee getötet, und lebt nur noch ein mechanisches Leben, wie eine Fliege, der man den Kopf abgeschnitten, und die es gar nicht zu merken scheint, und noch immer wohlgemut umherfliegt."(23) Und sein ergreifendes Bild des sterbenden Jehova, dem man unter Glöckchenklang Sakramente bringt, macht dann, von Nietzsche wiederaufgenommen und grell gefärbt, eine Weltkarriere in Gestalt jenes plumpen, sich zwar desto leichter einprägenden, aber auch umso einfacher anzufechtenden Ausspruchs: "Gott ist tot".

Heine ist vor- und einsichtiger. Er weiß sehr gut: Die Kirche "wird uns alle überleben"(24), sie bleibt ein Koloß und "das langsame Abtragen seiner Quadern" wird noch "viele Jahrhunderte dauern".(25) Er ist auch taktvoller als mancher "Apostel der Aufklärung" und darf sich nicht ohne Recht rühmen, "weder das Dogma noch den Kultus je durch Witz und Spötterei bekämpft zu haben". Deshalb, fügt er hinzu, erzeige man ihm "zugleich zuviel Ehre und zuviel Unehre", wenn man ihn "einen Geistesverwandten Voltaires" nenne. "Ich war immer ein Dichter, und deshalb mußte sich mir die Poesie, welche in der Symbolik des katholischen Dogmas und Kultus blüht und lodert, viel tiefer als andern Leuten offenbaren, und nicht selten in meiner Jünglingszeit überwältigte auch mich die unendliche Süße, die geheimnisvoll selige Überschwenglichkeit und schauerliche Todeslust jener Poesie."(26) Nicht alle "Aufklärer" – damals wie heute – wären eines solchen Bekenntnisses fähig gewesen.

Es ist aber nicht sein Dichtertum, das ihn endlich zu jener in der "Matratzengruft" vollzogenen tiefgreifenden "theologischen Revision"(27) bringen wird, über die sich bis heute Heine-Forscher und -Leser den Kopf zerbrechen. Die nächstliegende Erklärung wäre, allen Versicherungen des Dichters zum Trotz, seine Krankheit, die ihn an den Rand der Verzweiflung gebracht hat. Er brauche einen Gott, sagt er ja selbst, denn sonst bliebe ihm sogar jener dürftige Trost der Blasphemie verschlossen, der einzige Trost der Verzweifelten, die nicht mehr an Gebete glauben wollen oder können: "Gottlob, daß ich jetzt wieder einen Gott habe, da kann ich mir doch im Übermaß des Schmerzes einige fluchende Gotteslästerungen erlauben, dem Atheisten ist eine solche Labung nicht vergönnt."(28) Man sollte sich freilich durch den selbstironischen Ton nicht irreführen lassen: Blasphemie bleibt doch die demütigste Huldigung, die einem Gott dargebracht werden kann, das kostbarste Opfer, das er nur von jenen wenigen bekommt, die sonst meist keine Opfer darzubringen pflegen.

Nächstliegende Erklärungen sind jedoch nicht selten auch Vereinfachungen. Auch wenn man sich schwerlich der Versuchung erwehren kann, an jene ihm schon zu Lebzeiten nachgesagte und beinahe sprichwörtlich gewordenene "Charakterlosigkeit" zu denken, steht doch eines fest: Hinter Heines "theologischer Revision" – denn eine "Bekehrung" im üblichen Sinne des Wortes ist es sicherlich nicht – steckt etwas anderes als triviale Zerknirschung und Reue (die sich dann meist mit leiser Hoffnung auf ein Wunder zu verbinden pflegen) eines mit unheilbarer Krankheit befallenen dreisten Räsoneurs. Auch etwas anderes als jene "eitle Veränderungssucht", die er bei dem "unstäten Volk", den Dichtern diagnostiziert, die schon "oft ihre besseren Meinungen gewechselt" hätten. "In dieser Hinsicht", fügt er hinzu, "sind die Philosophen weit sicherer, weit mehr als die Dichter lieben sie die Wahrheiten, die sie einmal ausgesprochen, man sieht sie weit ausdauernder dafür kämpfen, denn sie haben selbst mühsam diese Wahrheiten aus der Tiefe des Denkens hervorgedacht, während sie den müßigen Dichtern gewöhnlich wie ein leichtes Geschenk zugekommen sind."(29)

Heine tut übrigens auch Philosophen unrecht. Denn die Geschichte wiederholt sich mit beinahe langweiliger Regelmäßigkeit: Man gelangt eines Tages an eine Grenze, hinter der sich nur ein Reich der plattesten Banalität erstreckt, denn es ist ja immer banal, sich selbst zu zitieren. Und Binsenwahrheiten zu schreiben oder das längst schon Gesagte noch einmal zu Papier zu bringen ist wohl das Schlimmste, was einem Denker widerfahren kann. Was übrigbleibt, ist, sich selbst zu widersprechen oder zumindest alles bisher von sich selbst Verkündete, seine heiligsten Dogmen einer Feuerprobe zu unterziehen, deren Ergebnis unter diesen Umständen ja leicht vorauszusehen ist. Ein Schicksal vieler Denker, die länger leben als es nötig wäre, nur eine Idee zu Ende zu denken, die aber, wenn sie schon damit fertig geworden, doch nicht auf einmal zu denken aufhören können. Und wenn sie jene Grenze der Banalität schon erreicht haben, sehen sie oft keinen anderen Ausweg als umzukehren und sich den Weg wieder schonungslos durch das Dickicht eigener Gedanken zu bahnen. Ein Schicksal, das Heine selbst exemplarisch in "Herrn Josef Schelling" scharfsinnig beschrieben – und verhöhnt – hat.

Was aber manchmal, von außen gesehen, nur eine "eitle Veränderungssucht" des Dichters scheint, oder eine Schwäche des Denkers, der sich selbst überbieten will, kann sich, näher betrachtet, als ein Teil jener Kraft erweisen, der im Grunde genommen der innere Antrieb jeder philosophischen Reflexion ist, die dieses Namens würdig sein will. "Philosophie", schrieb vor Jahren Leszek Kołakowski, “ist die Mühe, alle Selbstverständlichkeiten unablässig in Frage zu stellen, d.h. bestehende Offenbarungen zu desavouieren" (30). Die gesamte Philosophiegeschichte läßt sich aus dieser Sicht auffassen als ein unheilbarer "Antagonismus zwischen einer Philosophie, die ein Absolutes etabliert und einer anderen, die jedes anerkannte Absolute in Frage stellt. (...) Es ist ein Antagonismus von Priestern und Narren, und in beinahe jeder Epoche sind die Philosophie der Priester und die der Narren zwei Hauptformen der Geisteskultur."(31)

In diesem ewigen Kampf befindet sich Heinrich Heine ohne Zweifel auf der Seite der Narren. Dabei ist er aber ein Narr, der sein Leben lang die Hoffnung nicht aufgeben will, einmal Priester zu werden, und es gibt Augenblicke, wo er sogar glaubt, endlich einer geworden zu sein. Als er 1831 nach Paris geht, so tut er das, um, wie er an Varnhagen von Ense schreibt, "ganz den heiligen Gefühlen meiner neuen Religion mich hinzugeben und vielleicht als Priester derselben die letzten Weihen zu empfangen"(32). Sein "neues Evangelium", wie er es in einem Brief an Hartwig Hesse nennt,(33) ist bekanntlich die "Doktrin" Saint-Simons, dessen Schüler und Verehrer zu jener Zeit in Paris eine regelrechte "Kirche" gegründet haben, die in ihrer Terminologie und Titulatur etwas unbeholfen, aber desto eifriger die katholische nachzuäffen sucht, was Heine am Anfang seltsamerweise gar nicht zu stören scheint. Ganz im Gegenteil, er fühlt sich wahrhaft geschmeichelt, als ihn Barthélemy Prosper Enfantin, "Pére supreme" der saint-simonistischen "Kirche", den "ersten Kirchenvater der Deutschen" nennt(34). Er wähnt damals, sein Absolutes gefunden zu haben, "das Losungswort der Zukunft"(35), das ihn nicht nur gegen "die Schächer der Gegenwart" feien, sondern ihm auch die so ersehnte feste Identität liefern soll: "Ich weiß, wer ich bin"(36).

Die Sicherheit, endlich seinen Platz unter der Sonne gefunden zu haben, dauert freilich nicht lange. Heine bleibt seinem Narrentum treu, er kann über seinen Schatten nicht springen, seine angeborene Neigung, unermüdlich hinter die Kulissen zu schauen, läßt ihn Fragen stellen, die einem Bekenner wenig ziemen, und zwar auch dann, wenn es sich um Wahrheiten handelt, an denen nicht mehr gerüttelt werden kann, ohne daß man gleichzeitig seine eigene, so mühsam erworbene geistige, intellektuelle Identität aufs Spiel setzt. Er wird sich vor allem immer stärker der Lächerlichkeit bewußt, mit der die "gute Sache" der Saint-Simonisten "besudelt" war(37), er verspottet schonungslos ihre bizarre Titulatur und Kleidung: "Die Leute hatten keinen Geschmack"(38). Allmählich wird er auch alle Täuschungen los, denen er sich zeitweise hingab: Es gebe kein neues Evangelium, keine Religion, die vermöchte, "das Weltübel zu heilen"(39), eine löse bloß andere ab, und selbst der Kampf der Philosophen gegen Religion sei vergeblich, denn "die Welt ist ein großer Viehstall, der nicht so leicht wie der des Augias gereinigt werden kann, weil, während gefegt wird, die Ochsen drinbleiben und immer neuen Mist anhäufen"(40). Sein Traum, einmal Priester zu werden, verfliegt endgültig, alles, was von ihm übrigbleibt, ist – ein Meisterstück der Selbstironie – jene erzkomische Vision "des deutschen Voltaire" Heinrich Heine auf dem päpstlichen Thron(41).

Jene Neigung, oder eigentlich ein innerer Zwang, jedem Dogma – auch einem von sich selbst aufgestellten – auf den Grund zu gehen, diese angeborene Unfähigkeit, sich restlos hinreißen zu lassen, Begeisterungen der Zeit- und, was noch schlimmer, der Kampfgenossen mit frommer Hingabe bedingungslos zu teilen, machen jenen "unverwässerten Begriff von Aufklärung" aus, einen Begriff, dessen Essenz wohl in jener vielzitierten und schon "klassisch" gewordenen Stelle aus Lessings Duplik(42) enthalten ist, wo "die aufrichtige Mühe, (...) hinter die Wahrheit zu kommen" höher gestellt wird, als die "Wahrheit" selbst, "in deren Besitz irgendein Mensch ist" oder, was vielleicht häufiger der Fall sein wird, "zu sein vermeinet". "Widerspruch und Zweifel, die Tendenz dazu ist nicht nur ein Zug des klassischen Typus, den Lessing gegründet, sondern der Zweifel ist seine Region und Religion, die Lebenssphäre, in der er atmet. Der Zweifel als Glaube, Skepsis als Leidenschaft, das ist recht eigentlich (...) ein Paradoxon des Herzens und nicht des Verstandes", diese Worte bezieht Thomas Mann auf Lessing(43), aber man findet in ihnen auch Heinrich Heine getreu konterfeit – mit Recht sah Hannah Arendt in ihm den "einzige[n] unter den deutschen Meistern der Prosa", der die Erbschaft von Lessing wirklich angetreten hat"(44).

Heine nimmt die Tradition der aufklärerischen Skepsis auf, aber jene Skepsis ist von einer anderen Art als jene freudige, selbstsichere und selbstzufriedene Klügelei der Aufklärungsapostel vom Schlage des Fürsten Paphnutius, der die Aufklärung "eingeführt" wissen wollte und deshalb Feen und Zauberer aus seinem Reiche verbannte.(45) Diese Wohltäter der Menschheit ziehen immer aus, um "die Menschen zu bessern und zu bekehren", für sie ist die Grenze zwischen Hell und Dunkel selbstverständlich und offensichtlich, während die Frage nach "den Grenzen der Aufklärung" ihnen ebenso töricht und jeder Diskussion unwürdig vorkommt, wie die Frage: "Wo ist die Welt mit Brettern zugeschlagen?"(46) Heine gibt sich nicht so leicht Täuschungen hin. Aber auch er erweist sich als nicht völlig gegen utopisches Denken gefeit und baut sich endlich selbst jene rührend naive Utopie der "Götter der Zukunft" auf, der "schönen Enkel", die einst, "eine freudige Götterversammlung", in ihren "Tempelpalästen" sitzen würden, "um den Altar, den sie sich selbst geweiht haben"; allerdings muß auch diese Utopie bald jener erschütternden Vision "einer gleichgeschorenen, gleichblökenden Menschenherde" weichen, über die nur "ein freier Hirt mit einem eisernen Stabe"(47) walten wird, eine Vision, die im 20. Jahrhundert nicht nur einmal Wirklichkeit wurde.

Mit seiner Ironie und Selbstironie eignete sich Heine schwerlich zu einem "Apostel" der Aufklärung, der ein neues Dogma mit demselben Eifer hätte verkünden können, wie es einst christliche Wanderprediger taten. Und doch bleibt Heine einer der überzeugendsten Zeugen, welche die auch jetzt so gerne verbreitete Behauptung Lügen strafen, die Aufklärung sei "überwunden" und gehöre als endgültig abgeschlossenes Geschichtskapitel unwiederbringlich der Vergangenheit an. Was er einst von Ludwig Philip geschrieben hat, trifft auch auf ihn selbst zu: "Die Aufklärung (...) des 18. Jahrhunderts war bei ihm in Geist und Gemüt übergegangen"(48). Heine beweist, daß Aufklärung eher eine überzeitliche "Moral des Denkens" ist, wenn man den Begriff hier benutzen darf, eine programmatische Bereitschaft, alles – auch das, womit man sich selbst, aus welchen Gründen auch immer, identifiziert, in Frage zu stellen. Mehr noch: sie ist bei ihm keine erkenntnistheoretische Auffassung oder gar Ideologie, sondern eine Lebenshaltung, die alles Tun und Treiben bestimmt. Was man ihm so oft als "Charakterlosigkeit" ausgelegt hat, ist eine weniger gedachte als vielmehr gelebte Unsicherheit, eine dunkle Vorahnung der paradoxen Natur der Welt, die sich, wenn überhaupt, höchstens als eine Ansammlung von "grell gepaarten Gegensätzen"(49) beschreiben läßt und keine selbstzufriedene Gewißheit duldet. Voltaire hatte recht: "Nur Scharlatane sind sich ihrer Sache sicher".

Heines Leben und Zweifeln sind dabei alles andere als ein Loblied auf jene echte, überall und zu jeder Zeit zu entdeckende Aufklärung, eine Aufklärung, die es mit ihrer Skepsis so ernst nimmt, daß sie nicht einmal vor Zweifeln an sich selbst zurückschreckt. Heine bleibt dieser Aufklärung treu – es ist vielleicht die einzige Treue, deren er überhaupt fähig ist – aber der Preis, den er dafür zu bezahlen hat, ist nicht klein. Er findet keine Rast mehr und wird sich sein "ganzes Leben hindurch" "auf allen Tanzböden der Philosophie" herumtreiben, "allen Orgien des Geistes" hingeben und "mit allen möglichen Systemen buhlen", ohne "befriedigt" zu werden(50). Nicht einmal an seinen wiederentdeckten Gott scheint er allen Ernstes zu glauben, und so bleibt seinem unruhigen Herzen die Erquickung, die einst Augustin zuteil wurde, vorenthalten. Er hat zu viel Selbstkontrolle, er beobachtet sich und die Welt zu aufmerksam und zu mißtrauisch, als daß er vermöchte, zu einem Augenblicke sagend: "Verweile doch", sich irgendeinem Glauben restlos hinzugeben:

"...Ich hab durchschaut
Den Bau der Welt, und hab zu viel geschaut,
Und viel zu tief, und hin ist alle Freude
Und ewge Qualen zogen in mein Herz.
"(51)

Seine "wehmütige Zweifelsucht", womit sich seine "Seele hin und her quält"(52), wird er nie los, sie bleibt sein Leben lang sein Segen und Fluch zugleich. Denn sie kann zwar vielleicht vor manchem Irrtum, blindem Gehorsam oder Fanatismus schützen, aber sie ist dennoch im Grunde eine "Sucht", es haftet ihr etwas Krankhaftes und Destruktives an: wohl kann sie althergebrachten Aberglauben zersetzen, aber sie wirkt gleichzeitig auch selbst-zersetzend:

"Der schlimmste Wurm: des Zweifels Dolchgedanken,
Das schlimmste Gift: an eigner Kraft verzagen,
Das wollt mir fast des Lebens Mark zernagen;
Ich war ein Reis, dem seine Stützen sanken.
"(53)

Unter diesen Umständen kann es ja kaum wundernehmen, daß in Heine doch ein gewisser Neid auf einen "hohen Glauben" fanatischer Bekenner, der Jesuiten und Jakobiner, schlummert, einen Glauben, "um dessentwillen viel gefrevelt und viel verziehen werden darf". "Wir andern, die wir weder Jakobiner noch Jesuiten sind (...) können uns nicht rechtfertigen durch Unerschütterlichkeit unserer Überzeugungen. Wir zweifeln oft an uns selber, unsere Gedanken wurzeln im sandigen Boden der Schulweisheit, jeder geistige Windzug bewegt sie, wie das Rohr am Bache; wir haben auch keine Freude an unserem Glauben, und noch weniger hätten wir Freude am Martyrium. (...) Es sträubt sich oft mein Haar, wenn ich daran denke, daß ich vielleicht morgen dasjenige liebe, was mir noch heute so tief verhaßt ist, und daß ich dasjenige hasse, dem ich jetzt mit aller Liebe meiner Seele anhänge."(54)

Dieser Neid, das Begehren, jene quälende Unsicherheit gegen irgendeine Gewißheit zu tauschen, sind aber hoffnungslos. Heine weiß sehr gut, daß ein solcher Tausch nur ein Selbstbetrug wäre. Alles bleibt beim alten: "Die Brust voll Wehmut, das Haupt voll Zweifel."(55) Die Suche nach der Lösung der "qualvoll uralte[n] Rätsel" ist vergeblich:

"Es blinken die Sterne, gleichgültig und kalt,
Und ein Narr wartet auf Antwort.
"(56)

Was Heine hier antizipiert, ist allerdings nicht jene von Nietzsche ausgeschrieene Furcht vor dem "europäischen Nihilismus", sondern vielmehr die Konfusion der Moderne in Anbetracht der Entdeckung, daß das Wissen um die Ziellosigkeit aller Suche nach einer allumfassenden Wahrheit, einem "Archimedeschen Punkt" der Erkenntnis wohl das einzig sichere für den Menschen erreichbare Wissen ist, allerdings ein – als Lösung vom "Rätsel des Lebens" betrachtet – heilloses Wissen. "Denn jede Zeit ist eine Sphinx, die sich in den Abgrund stürzt, sobald man ihr Rätsel gelöst hat."(57) Heine bezieht diesen Satz freilich nur auf eine "Weltansicht" – die "christkatholische" – und es wäre Hans Blumenberg kaum zu widersprechen, wenn er die "Umkehrung von Heines Diktum" postuliert: "Zeitalter erschöpfen sich eher in der Umwandlung ihrer Gewißheiten und Fraglosigkeiten in Rätsel und Inkonsistenzen als in deren Auflösung"(58). Vielleicht bedarf aber jenes "Diktum" keiner Umkehrung. Denn die Neuzeit scheint die Lösung ihres Rätsels eben mit der Einsicht zu identifizieren, daß ihre "Fraglosigkeiten" nicht viel wert sind.

"Nur der Irrtum ist das Leben, /Und das Wissen ist der Tod"(59). Die Schillersche Warnung – auch wenn sie sich eher auf das Wissen über die Zukunft bezieht denn auf das Wissen über die Beschaffenheit der Welt als solche – schwingt hier mit. Samt der unter diesen Umständen beinahe selbstverständlichen Frage: "Frommt’s den Schleier aufzuheben?" Und doch ist die Frage müßig. Heine stellt in "Zur Geschichte der Religion und Philosophie in Deutschland" jenen Prozeß des Schleieraufhebens als im Grunde kulturimmanent und somit auch unaufhaltsam dar: Der gottesfürchtige Luther, der spießige Robespierre und der philisterhafte Kant sind nicht einmal Akteure dieses Prozesses, sondern vielmehr unbewußte Werkzeuge in den Händen einer höheren Schicksalsmacht – Heine hat nicht umsonst Vorlesungen Hegels gehört –, die ihnen einen Gott oder einen König "auf die Wagschale legte". Was ihnen übrigblieb war nur, "ein richtiges Gewicht" zu finden. Dies beseitigt allerdings nicht die Frage, ob die Wahl zwischen (Selbst)Destruktion im Namen der intellektuellen Aufrichtigkeit und (Selbst)Betrug im Namen des Lebens die einzig mögliche bleibt? Wenn man die krampfhafte Unrast von Heines letzten Lebensjahren verfolgt, scheint dies gar nicht so ausgeschlossen, wie man es wohl wünschen würde. Er verachtet zwar nicht jene "Pfennigwahrheiten", die nach Lichtenberg großen "Talerwahrheiten" doch vorzuziehen sind, da sie nicht so oft wie diese gefälscht würden – die geduldige und stille Suche nach solchen kleinen Detail-Wahrheiten, die im Grunde nichts anderes und nichts mehr ist als endloses Abbauen von althergebrachten "Fraglosigkeiten" und Bloßlegen von Un-Wahrheiten, ist keine verlorene Mühe: "Wer uns vor nutzlosen Wegen warnt, leistet uns eben so guten Dienst, wie derjenige, der uns den rechten Weg anzeigt."(60) Und doch konnten jene "Pfennigwahrheiten" einem Denker, der – wiewohl ein "Kind der Aufklärung" – gleichzeitig ein Dichter war, kaum genügen. Die Neuzeit brachte der Menschheit Licht und Aufklärung, nahm ihr aber die "kühne Ruhe", die nur ein lebendiger und gelebter Mythos geben kann, die "selige Zuversicht", jene "Sicherheit eines Maulesels", mit der sie, wie einst der mittelalterliche Dichter, "längs den Abgründen des Zweifels"(61) wandeln konnte. Die Aufklärung flößte dem Menschen ein ewiges Mißtrauen gegen alle Mythen (auch gegen die von Lichtenberg erwähnten "Mythen der Physiker") ein und mußte am Ende auch ihrem eigenen Mythos "Gewalt antun" – sich selbst problematisieren. Was unversehrt übrigblieb, war ihr Hauptorganon – der Zweifel, des menschlichen Geistes Segen und Fluch zugleich: "Die Erde der große Felsen, woran die Menschheit, der eigentliche Prometheus, gefesselt ist und vom Geier (des Zweifels) zerfleischt wird. – Sie hat das Licht gestohlen und leidet Marter."(62)

Anmerkungen:

(1) Max Horckheimer, Theodor W. Adorno, Dialektik der Aufklärung

(2) Alle Heine-Zitate nach: Heinrich Heine, Sämtliche Schriften. Herausgegeben von Klaus Briegleb, München 1985; VI/1, S. 447.

(3) B V, S. 489.

(4) So Hermann Marggraff, Deutschlands jüngste Literatur- und Culturepoche, Leipzig 1839, S. 248, zit. nach Johannes Weber, Heines Frivolität und Subjektivität, in: Text + Kritik, 18/19, S. 89

(5) Heine und die Folgen, in: Karl Kraus, Schriften, Frankfurt am Main 1989, Bd 4, S. 186.

(6) B III, S. 597.

(7) Thomas Mann, [Notiz über Heine] in: Leiden und Größe der Meister, Frankfurt/Main 1982, S. 562

(8) Karl Kraus, op.cit., S. 194f.

(9) Dolf Sternberger, Heinrich Heine und die Abschaffung der Sünde, Hamburg-Düsseldorf 1972, S. 316.

(10) Martin Bollacher, Lessing: Vernunft und Geschichte, Tübingen 1978, s. 275.

(11) Zur Geschichte der Religion und Philosophie in Deutschland, B III, S.638.

(12) Theodor W. Adorno, Die Wunde Heine, in Noten zur Literatur, Gesammelte Schriften, Bd. 11, Frankfurt/Main 1990, S. 96.

(13) Über Polen, B II, S. 81.

(14) Die romantische Schule, B III, S. 373.

(15) Lesarten zu Über Polen, B III, S. 709.

(16) Goethe, Faust I, 4159 ff.:

"Verschwindet doch! Wir haben ja aufgeklärt!
Das Teufelspack, es fragt nach keiner Regel.
Wir sind so klug, und dennoch spukt’s in Tegel."

Im Jahre 1797 verbreitete sich im aufgeklärten Berlin das Gerücht, es spuke im Humboldtschen Schloß in Tegel, und bei dieser Gelegenheit erinnerte sich Nicolai (Proktophantasmist), daß er im Jahre 1791 selbst durch Geistererscheinungen geplagt wurde.

(17) Lutetia, B V, S.507.

(18) Adorno, op. cit.

(19) Geständnisse, B VI/1, S. 467. – Vgl. auch. Die Stadt Lucca, B II, S.508: "Verdrießlich wurde mir die eben so wilde Spottlust der witzigen Brittin [die den Erzähler auf dem Besuch in einem Kloster begleitet und dabei den katholischen Wunderglauben auslacht – d.Verf.]. Vielleicht verletzte mich solche um so mehr, da ich mich selbst nicht davon frei fühlte, und sie keineswegs als etwas Lobenswertes erachtete."

(20) Gespräche mit Heine. Gesammelt und herausgegeben von Heinrich Houben, Potsdam 1948, S. 510.

(21) Ernst Cassierer, Die Philosophie der Aufklärung, Tübingen 1932, S. 181.

(22) Lichtenbergs Werke in einem Band, Berlin und Weimar 1975, S. 76

(23) Briefe über Deutschland. Ein Bruchstück, B V, S. 196.

(24) Aufzeichnungen, B VI/1, S.638.

(25) Geständnisse, B VI/1, S. 492.

(26) Ebenda.

(27) Wilhelm Gössmann, Die theologische Revision Heines in der Spätzeit, in: Internationaler Heine-Kongreß, S. 320-335.

(28) Am 7. 2. an Laube; zit. nach B VI/2, S. 221.

(29) Zur Literatur (1820-1828), B I, S.443f.

(30) Leszek Kołakowski, Kapłan i błazen), in: ders., Pochwała niekonsekwencji), Warszawa 1989, Bd. 2, S. 169.

(31) Ebenda, S. 178.

(32) Heines Briefe, Berlin und Weimar 1978, S. 123-124

(33) Sternberger, S.53f.

(34) Briefe, S. 162.

(35) Ebenda.

(36) Briefe, S. 162.

(37) B VI/2, S. 142.

(38) Houben, S. 365.

(39) B VI/1, S. 621.

(40) B VI/1, S. 623.

(41) Geständnisse, B VI/1, S. 497.

(42) Gesammelte Werke, in zehn Bänden, hrsg. von Paul Rilla, Berlin 1957, Bd. VIII, S. 27.

(43) Rede über Lessing, in: Gotthold Ephraim Lessing, hrsg. von Gerhard und Sibylle Bauer, Wege der Forschung Bd. CCXI, Darmstadt 1968, S. 137.

(44) Die verborgene Tradition, Frankfurt am Main, 1976, S. 48.

(45) E.T.A. Hoffmann, Klein Zaches genannt Zinnober.

(46) Christoph Martin Wieland, Sechs Antworten auf sechs Fragen, Werke in vier Bänden, Berlin und Weimar 1984, Bd. 4, S. 147/148.

(47) Lutetia, B V, S. 407.

(48) Über die Februarrevolution 1848, B V, S. 210.

(49) Vgl. Lamentationen 33, B VI/1, S.346.

(50) Geständnisse, B VI/1, S.480.

(51) Götterdämmerung, B I, S. 150.

(52) Ludwig Börne, B IV, S.50.

(53) [An August Wilhelm Schlegel], B I, S.222.

(54) [Erklärung nach Börnes Tod], B V, S.46.

(55) Die Nordsee VII, B I, S. 208.

(56) Ebenda.

(57) Die romantische Schule, B III, S. 362.

(58) Die Legitimität der Neuzeit, Frankfurt am Main 1988, S. 539.

(59) Kassandra, in: Sämtliche Werke [Berliner Ausgabe], Berlin und Weimar 1980, S. 523.

(60) Ebenda, S. 599.

(61) Ebenda, S. 551.

(62) Aufzeichnungen, B VI/1, S.636.

 

Der Autor ist Doktorand am Institut für Religionswissenschaft der Jagiellonen-Universität Krakau. Letzte Veröffentlichung: Die Übersetzung von Heine’s "Zur Religion und Philosophie in Deutschland" ins Polnische (1997); ständige Mitarbeit an der Religionswissenschaftlichen Quartalschrift NOMOS